MaxFun Sports Laufsport Magazin
Laufen rechts Radfahren ohne Licht Wenn Regeln egal werden
Wenn gesunder Menschenverstand beim Laufsport oder beim Radsport Pause macht
Wer am Abend läuft oder mit dem Rad unterwegs ist, kann mittlerweile ein kleines Verkehrsexperiment beobachten. Es wirkt fast so, als hätten viele Sportler eine der einfachsten Regeln vergessen: Auf der Straße läuft man links.
Der Grund ist simpel. Wer links läuft, sieht den Verkehr kommen. Man kann reagieren, ausweichen oder zumindest wahrnehmen, wenn ein Auto näherkommt. Läuft man rechts, sieht man nichts – außer vielleicht den eigenen Schatten.
Trotzdem scheint genau diese Variante immer beliebter zu werden. Man läuft rechts, mit dem Rücken zum Verkehr. Sicher ist das nicht. Bequem vielleicht. Gewohnheit vermutlich auch.
Das Phänomen der sportlichen Lemminge
Noch interessanter wird es, wenn man beobachtet, wie sich solche Gewohnheiten verbreiten. Läuft einer rechts, läuft der nächste auch rechts. Dann noch einer. Und noch einer. Plötzlich entsteht der Eindruck, als gäbe es eine neue Regel.
Dabei wirkt das Ganze manchmal ein wenig wie ein Lemming-Prinzip: Einer macht es vor, die anderen folgen – ohne groß nachzudenken, ob es eigentlich sinnvoll ist. Gerade im Laufsport, wo viele alleine unterwegs sind und sich doch ständig an anderen orientieren, verbreiten sich solche „Trends“ erstaunlich schnell.
Radfahrer ohne Licht – ein Klassiker
Ein ähnliches Bild zeigt sich auf dem Fahrrad. Obwohl es im März am Abend noch früh dunkel wird, sind immer wieder Radfahrer ohne Licht unterwegs.
Man fragt sich unweigerlich:
- Wird das Fahrrad dadurch schneller?
- Oder unsichtbarer?
Letzteres stimmt zumindest für Autofahrer – und genau das macht die Sache gefährlich.
Licht ist keine lästige Vorschrift, sondern schlicht eine Frage der Sichtbarkeit.
Wer nicht gesehen wird, kann auch nicht rechtzeitig wahrgenommen werden.
Gehwege und Radwege existieren nicht ohne Grund
Ein weiteres Phänomen: vorhandene Geh- oder Radwege werden ignoriert. Stattdessen wird auf der Straße gelaufen oder gefahren, obwohl daneben ein sicherer Weg verläuft. Natürlich gibt es Situationen, in denen Wege schlecht gepflegt sind oder Umwege bedeuten. Häufig wirkt es jedoch eher wie eine Mischung aus Gewohnheit und Bequemlichkeit.
Mehr Sportler mehr Verantwortung
Dass heute mehr Menschen laufen oder Rad fahren als früher, ist grundsätzlich positiv. Bewegung im Alltag ist wichtig und gesund.
Doch mit der steigenden Zahl an Sportlern wächst auch die Verantwortung im Straßenverkehr. Ein kurzer Blick auf die Verkehrsregeln, ein funktionierendes Fahrradlicht oder die richtige Straßenseite können einen großen Unterschied machen.
Denn am Ende gilt: Sport soll gesund sein – nicht riskant.
Link: www.maxfunsports.com

Foto: www.pixabay.com

