MaxFun Sports Laufsport Magazin
Trail hard, win smart!
Wenn natürlich schon zu Winterszeiten viele davon stattgefunden haben auf diesem Erdball, ist es für viele schon (fast) unvorstellbar, durch Wald und Gatsch, über Wiesen und Felsen, in ungeahnte Höhen und über (nur teilweise) versicherte Klettersteige zu huschen, wenn die Temperaturen eben nicht in tiefsten Minuslagen herumeiern. Oder aber in genauso ungeahnte Höhen auf der Quecksilberskala schießen und dann zu Problemen der ganz anderen Art, der der genügenden Hydrierung nämlich, führen.
Wie kommt man nun ans Ziel von z. B.
dem Veitscher Grenzstaffellauf oder dem Ötscher Ultra oder dem Großglockner Ultra Trail?
Ganz wichtig ist einmal das Schuhwerk, keine Frage, mit „normalen“ Laufschuhen schafft man es zwar vielleicht auch, bei – ebenfalls – halbwegs „normalen“ Bedingungen über die Runden zu gelangen, aber eben nur so halbwegs, und nur dann, wenn es nicht ein paar Tage davor geregnet oder gar geschneit hat. Trailschuhe sollten es also schon sein, und die sollten gut eingelaufen sein, verdammt gut. Es macht wenig Sinn, damit lediglich ein paar „Ein- oder Zweistünder“ im Gelände herumgaloppiert zu sein, denn die wahren Seiten eines Schuhs lernt man erst dann kennen, wenn man ihn ausgiebigst getragen hat.
Es nützen einem die besten Böcke nichts, wenn sich in diesen nach fünf Stunden, die man teilweise durch Schnee und Matsch – etwa in Höhenlagen – gelaufen ist, die Innensohlen schlicht und einfach nicht mehr gerade rücken lassen, weil sie dermaßen durchnässt und verbogen sind, dass wirklich nichts mehr geht. Klar kann man dann weiterlaufen, aber zu den Schmerzen, die man ohnehin aufgrund der Distanz und der vielen Höhenmeter hat, gesellen sich dann noch völlig unnötige, aber nicht weniger grausliche auf den Fußsohlen und im Zehenbereich dazu. Wer bereits von langen Trainingsrunden weiß, dass seine Schuhe – aufgrund seiner individuellen (!!!) Fußformen – dazu neigen, nicht mehr „ganz zu passen“, wenn´s lang und hart wird, sollte entweder die Schuhsohlen einkleben oder zu einem anderen Modell greifen.
Apropos Modell: Natürlich sind auch (Ultra-)Trails Wettkämpfe, die man so schnell wie möglich absolvieren möchte; das heißt aber noch lange nicht, dass man auch zu Wettkampf-Trailschuhen greifen kann/muss/soll; wer einen 60er im Gelände in ultraleichten Crossschuhen gut verträgt, gerne, wer nicht, sollte eher zum etwas schwereren, aber meist anpassungsfähigeren Trainingsschuh greifen.
Der Rest der Ausrüstung ist natürlich auch nicht unwichtig.
Wer z. B. aufgrund des daheim gelassenen Trinkrucksacks zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen kann, wird nur schwer ins Ziel finden. Dasselbe gilt für Regenbekleidung, Wärmedecken, Signalpistolen, etc.: Die Veranstalter schreiben prinzipiell nur das an Ausrüstung vor, was im Ernstfall ÜBERLEBENSNOTWENDIG ist; ein Ultratrail im Gebirge ist kein 10-km-Stadtlauf!
Womit wir bei des Pudels Kern sind; auf einen Ultratrail muss man sich auch anders vorbereiten als auf den eben genannten 10er. Natürlich benötigt man eine gute Grundlage, natürlich ist es nicht schlecht, über eine hohe VO2max zu verfügen, natürlich ist es von Vorteil, wenn man schon viele „andere“ Wettläufe gemacht hat in seinem Leben; aber es sind vor allem die langen Geländeläufe quer durchs Gemüse, die erahnen lassen, was auf einen zukommt; und das Ganze nicht nur von Seiten der körperlichen Belastung selbst, sondern auch von der Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme her; wer schon mal „so zum Spaß“ acht oder mehr Stunden bergauf/bergab herumgehirscht ist, weiß, dass gerade damit alles stehen, aber auch fallen kann. Hoffentlich fällt einem das früh genug auf, sonst verfehlt man sein Ziel, weil man fällt…
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Foto: MaxFun Sports
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