MaxFun Sports Laufsport Magazin

Reglement - Regeln sind da, um eingehalten zu werden.

17.02.2012, 12:00:00
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© s.media / pixelio.de

Wer sich nicht an sie hält, hat mit Konsequenzen zu rechnen.

Egal, in welchem Lebensbereich. Wer bei Rot über die Ampel fährt, wird bestraft, sofern er erwischt wird. Abgesehen davon, dass er hoffen kann, keinen schlimmen Verkehrsunfall ausgelöst zu haben. Manchmal sind Strafen und Konsequenzen allerdings lächerlich. Wer etwa um Mitternacht bei Null Verkehr bei Rot über die Straße radelt und von Polizisten aufgehalten und zu einer Strafe verdonnert wird, sieht sich mit Sicherheit zu Unrecht gescholten. Anders sieht die Sache schon aus, wenn man untertags in der Stadt herumfährt wie ein Irrer und etwa kleine Kinder als interessierte Beobachter an jeder Ecke stehen.

Im Sport ist es nicht anders. Hermann Maier wurde dereinst bei einem vermeintlichen Sieg disqualifiziert, weil er einen Ski vor der roten Linie abgeschnallt hatte. Für den Zuseher unverständlich, denn wen stört es denn, wenn er fünf Meter früher (wovor eigentlich, vor einer Linie???) einen (EINEN!!!) Ski durch die Luft wirbelt, um seiner Freude Ausdruck zu verleihen. Gregor Schlierenzauer passiert Ähnliches beim Skifliegen am Kulm. Der Anzug reißt, als er ihn knapp vor seinem finalen Flug zumachen möchte. Sicherheitsnadeln und Tape helfen nicht, trotz eines wesentlich besseren Fluges als alle seine Gegner wird er disqualifiziert. Der Sieg ist dahin, die Weltcupführung (die er mit seiner Leistung übernommen hätte) ebenfalls. Reglement ist Reglement, und damit basta. Ob der Vorteil aufgrund des - wohl minimalen - Mehrauftriebs wirklich 10, 20 oder mehr Meter betragen hat, ist nebensächlich. Pech, so hart das auch sein mag. Ähnliches ist einem jungen Triathleten voriges Jahr bei seinem Doch-noch-nicht-Durchbruch passiert, als er auf einer Abfahrt zu früh auf seinem Aufleger Platz genommen hat; das Reglement sah vor, dass diese Abfahrt in „normaler“ Lenkerposition zu nehmen ist. Auch hier wird sich der Beobachter seinen Teil denken (zum Beispiel, dass bald vorgeschrieben werden wird, wo man seine Trinkflasche zum Munde führen darf und wo nicht, zwischen welchen Kilometern man husten darf und wo nicht, und vielleicht auch noch, ob man beim Zieleinlauf jubeln darf oder ob dies doch zu gefährlich ist…).

Überlegungen dieser und ähnlicher Art könnte man nicht nur im Sport fast unendlich lange fortsetzen. Bloß sind selbige relativ sinnlos, außer man bemüht sich um einen Job als Kampfrichter, in einem der zahllosen Sportverbände oder sonst wo. Viel intelligenter wäre es wahrscheinlich, zwei Dingen wesentlich mehr auf den Grund zu gehen. Erstens der nach wie vor permanent existierenden Dopingproblematik, auch - oder vor allem - in den Altersklassen. Wie unfair ist das denn, wenn die ersten Zehn beim Duathlon von Unterstinkenbrunn rennen und radeln, als wären sie ans nächste Atomkraftwerk angeschlossen? Und sich im Ziel hernach auch noch über die anderen lustig machen. Zweitens die Problematik der ewigen Lutscher. Entweder man gibt das Windschattenfahren - vor allem bei Ironman-Veranstaltungen (weil dort ein bissi viel an Menschlichkeit unterwegs ist) - frei oder man bestraft rigoros. Mit dem Risiko, dass einem in den darauffolgenden Jahren die Leute ausbleiben. Denn was bitte soll der 10-h-Mann machen? 50 Leuten davonfahren? Geht nicht. Zurückfallen lassen? Von einer Gruppe zur anderen? Geht nicht! Hier sollte man ansetzen! (Abgesehen davon hat sich scheinbar noch nie jemand Gedanken über das Schwimmen im Wasserschatten gemacht, aber bitte…) Intelligent ansetzen, und all die dilletantischen Klein- und Miniregeln weglassen. Wenn einer Radfahren kann, dann kann er auch mit 70 km/h am Lenker liegen. Wenn´s einer nicht kann, sind schon 30 km/h zu schnell für den Aufleger.

Christian Kleber (MAS)

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